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Die Sammlung

Rotthausen, mitten im Revier

Rotthausen, heute ein Stadtteil von Gelsenkirchen (einst als „Stadt der 1000 Feuer“ der Inbegriff einer Bergbaustadt) im südlichen Westfalen, zählte früher zum Rheinland und war bis 1924 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Essen.

Rotthausen liegt somit nicht nur in zentraler Lage der „Metropole Ruhr“, sondern liegt auch inmitten des Rheinisch-Westfälischen Kohlenbezirks, einst das größte Kohlenrevier auf dem europäischen Festland.

Das belegt die Tatsache, dass sich in einem Kreis von nur 6 km Durchmesser um den Standort der Bergbausammlung früher 27 Bergbauschächte befanden.

Historische Bedeutung des Bergbaus

Der Bergbau dieser Region galt als Motor der industriellen Revolution in Deutschland. Durch die zweite Hälfte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hindurch verhalf der Ruhrbergbau Deutschland zum Status einer wirtschaftlichen und militärischen Weltmacht.

Der Wiederaufbau nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs wäre ohne den Bergbau kaum denkbar. Er war ein Motor des „Wirtschaftswunders“, als die neue Bundesrepublik Deutschland eine Säule der 1951 gegründeten Montanunion - Vorläufer der Europäischen Union - wurde.

Der Bergbau unserer Region spielte somit eine gewaltige Rolle in der Geschichte Deutschlands und Europas der letzten 200 Jahren.

Unser Vorsatz:
Erinnerungen wach halten, Wissen weitergeben

Mit der Bergbausammlung wollen wir Erinnerungen wach halten und Wissen weitergeben. Erinnerungen an die Zeiten wo der Steinkohlebergbau unsere Region dominierte. Anderthalb Jahrhunderte lang haben die Zechen und die davon abhängigen Industrien Stahl, Eisen und Eisenbahn die komplette Landschaft verändert, das Stadtbild und die Lebensart bestimmt.

Die Industrie hat nicht nur die Struktur der Region und die Zusammensetzung der Gesellschaft bestimmt. Auch die Erfahrungen, Ansichten und Sprache der Ruhrbevölkerung wurden durch das Leben in einem von Kohle und Stahl dominierten Lebensraum geprägt.

Ziele der Bergbausammlung

Unsere Ziele sind:

  • den Weiterbestand wichtiger Dokumente und Artefakte für künftige Generationen sicherzustellen;
     
  • die Dokumente (Drucksachen, Zeichnungen, Fotos, Filme, usw.) als nützliche Ressourcen für Historiker, Heimatforscher, Journalisten, Filmemacher und Fernsehanstalten sowie für das interessierte Publikum zugänglich zu machen;
     
  • durch fachgerechte Ausstellungen, interpretative Führungen und sachkundige Vorträge den Arbeitsalltag im Bergwerk sowie die durch Bergbau geprägte Lebensweise unserer Vorfahren sowohl Erwachsenen als auch Kindern verständlich näher zu bringen.
     

Gliederung der Bergbausammlung

Die Sammlung gliedert sich in zwei Hauptbereiche:

Text: Philip Ralph